Erklärung der Unternehmensführung

In unserer Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB veröffentlichen wir die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG, die Unternehmensführungspraktiken, sowie die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Fokus steht dabei unsere Unternehmensführung transparent und nachvollziehbar zu gestalten.

Entsprechenserklärung gem. §161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat von börsennotierten Aktiengesellschaften sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, jährlich zu erklären, ob den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und entsprochen wird. Gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) sind auch die Leitungs- und Überwachungsorgane einer SE mit Sitz in Deutschland verpflichtet, die Erklärung entsprechend § 161 AktG abzugeben. Der Deutsche Corporate Governance Kodex wird vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekanntgemacht und steht unter anderem auch auf der Internetseite www.corporate-governance-code.de zur Verfügung. Er enthält Empfehlungen zur Corporate Governance in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Hat die börsennotierte Aktiengesellschaft einer Empfehlung nicht entsprochen oder will sie einer Empfehlung nicht entsprechen, sind Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG verpflichtet, dies unter Angabe der Gründe in ihrer jährlichen Entsprechenserklärung bekanntzugeben.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex ist zuletzt am 26. Mai 2010 geändert und am 02. Juli 2010 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden.

Vorstand und Aufsichtsrat der Global PVQ SE erklären, dass seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 AktG am 17. März 2011 den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und zukünftig entsprochen wird:

Abweichend von Ziffer 3.8 des Kodex hat die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen. Der Aufsichtsrat vertritt die Auffassung, dass der Selbstbehalt einer D&O-Versicherung kein adäquates Mittel für das Erreichen der Ziele des Kodex ist. Solche Selbstbehalte werden in der Regel durch die Mitglieder des Aufsichtsrats versichert, so dass die eigentliche Funktion des Selbstbehaltes in die Leere läuft und es sich somit letztendlich nur um eine Frage der Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats handelt. Daher ist ein Selbstbehalt im Ausland unüblich.

Abweichend von Ziffer 7.1.2 des Kodex wird der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 voraussichtlich nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich sein. Grund dafür ist, dass voraussichtlich zu diesem Zeitpunkt der Konzernabschluss zwar aufgestellt sein wird und auch veröffentlicht werden soll, eine Prüfung durch den Abschlussprüfer und eine Billigung durch den Aufsichtsrat jedoch noch nicht vorliegen werden. Sobald Prüfung und Billigung abgeschlossen sind, wird der Konzernabschluss unverzüglich öffentlich zugänglich gemacht.

DatumDokumentDownload
08.03.2012Entsprechungserklärung 201268 KByte
17.03.2011Entsprechungserklärung 201119.6 KByte
24.03.2010Entsprechungserklärung 201020 KByte
12.03.2009Entsprechungserklärung 200916.9 KByte
13.03.2008Entsprechungserklärung 200813.7 KByte
19.03.2007Entsprechungserklärung 200713.7 KByte
31.08.2006Entsprechungserklärung 200616.6 KByte
22.08.2005Entsprechungserklärung 200516.0 KByte

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat verfolgen in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit das gemeinsame Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig und langfristig zu steigern. Dabei ist der Vorstand für die Leitung des Unternehmens verantwortlich, der Aufsichtsrat überwacht alle Leitungsaktivitäten. Beide Gremien sind den Interessen der Aktionäre verpflichtet, die sich über die Hauptversammlung in die Unternehmenssteuerung einbringen. Die Zusammenarbeit aller Gremien wird durch die Satzung geregelt.

Der Vorstand der Global PVQ SE leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er entwickelt und steuert die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Oberste Maxime für ihn ist die Berücksichtigung der Interessen der Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und sonstigen dem Unternehmen verbundenen Personengruppen (Stakeholder). Er informiert und berät mit dem Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah über die für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und Planung, über den Geschäftsverlauf, die Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken.

Zum Aufgabenbereich des Aufsichtsrats zählt die Bestellung der Vorstandsmitglieder. Zudem überwacht und berät er den Vorstand bei der Geschäftsführung. Neben den in § 12 Absatz 3 der Satzung aufgeführten Sachverhalten hat der Aufsichtsrat weitere Geschäfte festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Die Einhaltung eines regelkonformen und effizienten Ablaufs wird durch eine eigens entwickelte Geschäftsordnung gewährleistet.

Um eine effektive Arbeit sicherzustellen, wurden verschiedene Ausschüsse gebildet: ein Prüfungsausschuss (Audit Committee), ein Präsidialausschuss (Presidential Comittee, vormals: Vergütungsausschuss), ein Strategieausschuss (Strategy Comittee) und ein Nominierungsausschuss (Nomination Comittee). Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Global PVQ SE entspricht den Anforderungen eines international ausgerichteten Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat, wie im DCG Kodex vorgesehen, eine Altersbeschränkung festgelegt. Darüber hinaus wurde bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats darauf geachtet, dass die Aufsichtsratsmitglieder die Vielfalt der internationalen Wirtschaftswelt widerspiegeln, ohne dass Interessenkonflikte zu ihren sonstigen Tätigkeiten entstehen. Nähere Informationen zum Aufsichtsrat sowie zur Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand finden sich im Bericht des Aufsichtsrats.