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22.10.2007 00:00

Q-Cells richtet an hallescher Universität Stiftungsprofessur ein

  • Photovoltaik soll weiter als Forschungs- und Lehrgebietetabliert werden


Bitterfeld-Wolfen, 22. Oktober 2007 - Die Q-Cells AG, Europas größter Hersteller von Solarzellen, richtet an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) eine Stiftungsprofessur für Photovoltaik ein. Den entsprechenden Stiftungsvertrag haben die Partner heute am Q-Cells-Standort Bitterfeld-Wolfen unterzeichnet. Ziel ist es, die Photovoltaik in der Wissenschaft als eigenständiges Forschungs- und Lehrgebiet weiter zu etablieren und den Standort Sachsen-Anhalt als eines der wichtigsten Zentren der Photovoltaik in der Welt weiter zu entwickeln und auszubauen.  

Über fünf Jahre wird die Q-Cells AG die Stiftungsprofessur und deren personelle Ausstattung mit insgesamt 750.000 Euro finanzieren. Die Professur ist angesiedelt am Institut für Physik der Martin-Luther-Universität und wird in Kürze ausgeschrieben. 

„Für ein forschungsintensives Technologieunternehmen wie die Q-Cells AG ist qualifizierter wissenschaftlicher Nachwuchs einer der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren“, so Dr. Hartmut Schüning, CFO und Personalvorstand der Q-Cells AG anlässlich der Pressekonferenz. „Mit der Photovoltaik-Professur direkt vor der Haustür können wir selbst etwas dafür tun, die Wissenschaftler auszubilden, die in Zukunft unsere Technologieführerschaft ausbauen sollen.“ 

Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor der Martin-Luther-Universität, erklärte bei der Vertragsunterzeichnung: „Die MLU öffnet sich in ihrem Lehr- und Forschungsprofil den regionalen Wachstumsindustrien auf dem Gebiet der Photovoltaik. Die benachbarten Industrieunternehmen erkennen zunehmend, dass die breit aufgestellte Nachbaruniversität für Forschungsinnovation und solide ausgebildete Spitzenkräfte in enger Kooperation mit den Unternehmen steht.“

Mit der Q-Cells-Stiftungsprofessur für Photovoltaik nimmt die Naturwissenschaftliche Fakultät II der Martin-Luther-Universität ein hochaktuelles Thema in ihr Forschungs- und Lehrprogramm auf. Der Strukturplan sieht vor, in den nächsten Jahren weitere Berufungen im Umkreis dieses Themas durchzuführen. Bereits im laufenden Wintersemester kann der Studienschwerpunkt Photovoltaik gewählt werden, ab dem Wintersemester 2008/09 wird es einen entsprechenden Masterstudiengang geben. „Die Photovoltaik wird zu einem der Schwerpunktthemen unserer Fakultät“, konstatierte Dekan Prof. Dr. Heinrich Graener. „Nimmt man noch das geplante Forschungszentrum für Silicium-Photovoltaik der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle hinzu, werden wir in kurzer Zeit die gesamte Kette von Lehre über Forschung und Entwicklung bis hin zur Produktion in der Region abgestimmt realisieren können. Daraus ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Kooperation, die wir alle nutzen wollen.“