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27.06.2007 00:00

Q-Cells AG eröffnet Repräsentanz in Japan

  • Erstes deutsches Photovoltaik-Unternehmen mit Niederlassung im „Mutterland“ der Photovoltaik
  • Ziele sind die Ausweitung der Lieferantenbasis, die Intensivierung technologischer Kooperation mit japanischen Partnern und die Stärkung der Absatzkanäle im weltweit zweitgrößten Photovoltaik-Markt


Mit einer feierlichen Zeremonie in der deutschen Botschaft in Tokyo eröffnet die Q-Cells AG am heutigen Mittwoch, den 27. Juni 2007, ihre Repräsentanz in der japanischen Hauptstadt. Damit ist der weltweit zweitgrößte Hersteller das erste Unternehmen aus der erfolgreichen deutschen Photovoltaik-Branche, das den Schritt in das Land der aufgehenden Sonne wagt. Der Weg auf den japanischen Markt ist vor allem deshalb ungewöhnlich, weil Japan nach wie vor Weltmarktführer in der Produktion von Photovoltaik-Anlagen ist. Allerdings ist es gerade dieser Umstand, der das Land für die Q-Cells AG interessant macht. Denn die Niederlassung in Tokyo wird sich in erster Linie mit dem Einkauf beschäftigen. „Wir haben langjährige gute Beziehungen zu Waferherstellern und anderen Lieferanten in Japan. Diese wollen wir durch unsere Präsenz vor Ort ausbauen“, so beschreibt Anton Milner, Vorstandsvorsitzender der Q-Cells AG, die wesentlichen Gründe für die Eröffnung des Büros. Darüber hinaus  soll die Repräsentanz in Japan mit ihren gegenwärtig drei Mitarbeitern mittel- bis langfristig auch den Absatz der Solarzellen aus Thalheim auf dem japanischen Markt steigern. „Wir beliefern seit längerem einen großen japanischen Modulhersteller“, so Milner. „Trotz der starken Konkurrenz der japanischen Konzerne sehen wir durchaus Marktchancen für uns. Denn auch hier gibt es Modulhersteller, die auf einen unabhängigen Partner in der Zellherstellung setzen.“ 

Mit dem Schritt der Eröffnung einer Niederlassung in der japanischen Hauptstadt bekräftigt der bei weitem größte europäischer Hersteller von Solarzellen seine globale Position. „Durch unsereguten Beziehungen zu Lieferanten und Kunden sind wir eng mit der japanischen Photovoltaik Community verbunden. Das bringen wir durch diese Niederlassung zum Ausdruck“, sagt Björn Sandberg, der Leiter der Repräsentanz. Der Norweger hat 5 Jahre in Japan gearbeitet und verfügt über exzellente Kontakte in der japanischen Photovoltaik-Industrie. Mit ihm gemeinsam werden zwei japanischen Kollegen die Q-Cells AG vertreten „Mit unseren Kollegen aus den japanischen Unternehmen verbindet uns ein großes Ziel: Wir wollen die Solarenergie so schnell wie möglich zur Hauptenergiequelle der Zukunft machen.“ Dafür sei die partnerschaftliche Zusammenarbeit und der gegenseitige Erfahrungaustausch sehr wichtig.  

Die Repräsentanz in Japan ist bereits die dritte Niederlassung der Q-Cells AG auf den ostasiatischen Zukunftsmärkten. Zuvor hatte das Unternehmen ein Büro in Hangzhou/China und die QCells Asia Limited mit Sitz in Hongkong gegründet, deren Mitarbeiter von dort aus die Vertriebstätigkeiten im asiatisch-ozeanischen Raum leiten, unter anderem in Südkorea, einem der gegenwärtig bedeutendsten Wachstumsmärkten der Photovoltaik, und in Indien, einem potenziell äußerst bedeutenden Zukunftsmarkt.