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14.06.2007 00:00

Q-Cells AG bereitet sich auf weiteres starkes Wachstum vor

  • Hauptversammlung stimmt Möglichkeit für Options- und oder Wandelanleihen zu
  • Hauptanteilseigner Good Energies stellt mit Richard Kauffman zweites Aufsichtsratsmitglied
  • Gerhard Rauter wird neuer Produktionsvorstand
  • Einstieg in die Waferproduktion


Thalheim/Berlin, 14. Juni 2007 - Die Hauptversammlung der Q-Cells AG hat am heutigen Donnerstag, den 14. Juni, alle im Rahmen der Tagesordnung vorgestellten Punkte mit großer Mehrheit beschlossen. Neben der vollständigen Gewinnthesaurierung des Jahresüberschusses 2006 zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und zur Finanzierung des weiteren Wachstums haben die Aktionäre der möglichen Aufnahme von Options- und/oder Wandelanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu 3 Mrd. Euro zugestimmt. Damit hat die Hauptversammlung der Q-Cells AG umfangreiche Möglichkeiten zur Aufnahme von Fremdkapital geschaffen und eine wichtige Grundlage für das geplante schnelle Unternehmenswachstum gelegt. Ebenfalls beschlossen hat die Hauptversammlung ein neues Aktienoptionsprogramm für alle Mitarbeiter der Q-Cells AG. Daneben wurde die Q-Cells AG ermächtigt, eigene Aktien bis zu einer Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Schließlich hat die Hauptversammlung den Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates Entlastung für das Geschäftsjahr 2006 erteilt. 

Personelle Änderungen 

Die Hauptversammlung wählte ebenfalls ein neues Aufsichtsratsmitglied. Diese Wahl war notwendig geworden, weil das bisherige Aufsichtsratsmitglied Immo Ströher sein Amt mit Wirkung zum 14. Juni 2007 niedergelegt hatte. Zum Nachfolger wählten die anwesenden Anteilseigner Richard Kauffman. Der 52 Jahre alte US-Amerikaner ist CEO der Good Energies, Inc. mit Sitz in Zug, Schweiz. Damit stellt Hauptanteilseigner Good Energies nun zwei der neun Mitglieder des Aufsichtsrats. Bevor Kauffman im September 2006 zu Good Energies wechselte, war er Partner und Managing Director sowie Chairman der Global Financing Group bei Goldman, Sachs & Co.

Im Zuge der Vorbereitung des weiteren, äußerst dynamischen Unternehmenswachstums sowie der verstärkten Internationalisierung der Aktivitäten der Q-Cells AG stellt sich das Unternehmen personell neu auf. Mit Wirkung vom 1. Oktober 2007 wird Gerhard Rauter als neuer Chief Operating Officer (COO) mit der Verantwortung für den Bereich Produktion in den Vorstand berufen. Mit dem 49 Jahre alten Österreicher Rauter konnte die Q-Cells AG einen erfahrenen Manager als Produktionsvorstand gewinnen, der seit mehr als 20 Jahren in leitenden Positionen bei der Siemens AG und der Infineon Technologies AG tätig war, zuletzt als Vice President und Managing Director der Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. OHG. In dieser Funktion trug er die Gesamtverantwortung für den Infineon-Standort Dresden. Gerhard Rauter wird bei Q-Cells seine umfangreichen Erfahrungen insbesondere für den weiteren schnellen Ausbau der Produktionskapazitäten in allen Technologien einbringen. 

Der bisherige Produktionsvorstand Thomas Schmidt wird sich auf Aufgaben im Kerngeschäft konzentrieren. Thomas Schmidt war seit April 2004 als COO im Vorstand der Q-Cells AG und war in dieser Funktion verantwortlich für den Ausbau und die Optimierung der Produktionskapazitäten, der die Q-Cells AG auf Platz Zwei unter den Solarzellenherstellern weltweit geführt hat. Unter seiner Leitung hat Q-Cells viele Prozessverbesserungen eingeführt, die zur ostensenkung der Produktion beigetragen haben. 

Einstieg in die Waferproduktion 

Anlässlich der Hauptversammlung gab die Q-Cells AG darüber hinaus bekannt, dass sie plant, in die Waferherstellung einzusteigen, also des Vorprodukts der Zellfertigung. Das Unternehmen sieht darin eine gute Lösung, um einen Teil der ab dem Jahr 2008 von der norwegischen Elkem Solar gelieferten Silizium-Mengen zu Wafern zu verarbeiten. Die Q-Cells AG hatte im Februar dieses Jahres einen Vertrag über die Lieferung großer Mengen metallurgischen Siliziums mit Elkem Solar abgeschlossen. Vom Einstieg in die Waferproduktion erwartet Q-Cells, deutliche Kostenvorteile in der Waferbeschaffung und Synergieeffekte zwischen Wafer- und Zellfertigung zu erreichen. Für das Jahr 2009 plant das Unternehmen, Siliziumwafer für die eigene Zellfertigung mit einer Gesamtkapazität von mehr als 240 MWp zu produzieren.