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05.02.2007 00:00

Q-Cells AG sichert langfristige Versorgung mit metallurgischem Silizium durch Vertrag mit Elkem Solar und beteiligt sich an REC Renewable Energy Corporation ASA

  • Tests in Solarzellenfertigung bestätigen gute Ergebnisse bei Verwendung metallurgischen Siliziums
  • Vertragliche Verpflichtung zur Lieferung von insgesamt bis zu 66.800 Tonnen an Q-Cells bis in das Jahr 2018 – Q-Cells kann die Schwelle zu einer Jahresproduktion von 1 GWp (Gigawattpeak) bereits 2010 überschreiten
  • Beteiligung an langfristigem strategischen Partner und weltweit größtem Hersteller von Solarsilizium REC in Höhe von 17,9 %
  • Hauptaktionär Good Energies Investments B.V. erhöht Beteiligung an Q-Cells AG deutlich
  • Vorläufiges Jahresergebnis für 2006 bei 87,7 Mio. Euro
  • Umsatzwachstum für 2007 von ca. 30 % prognostiziert
  • Beschleunigtes Wachstum ab 2008 erwartet


Thalheim, 05. Februar 2007 - Die Q-Cells AG (QCE; WKN 555866) hat sich durch einen langfristigen Liefervertrag mit dem zur norwegischen Orkla-Gruppe gehörenden Unternehmen Elkem Solar (Oslo) die Versorgung mit erheblichen Mengen an metallurgischem Silizium für die Zeit bis 2018 gesichert, um ihr weiteres Wachstum im Kerngeschäft zu sichern. 

Der Vertrag sieht vor, dass Elkem Solar die Q-Cells AG ab dem Jahr 2008 mit vertraglich festgelegten Mengen an metallurgischem Silizium beliefert. Neben einer Grundmenge – 800 Tonnen im Jahr 2008, 2.800 Tonnnen 2009 und jeweils 2.400 Tonnen in den Jahren 2010 bis 2018 – besteht für die QCells AG die Option, eine zusätzliche Menge von bis zu 1.600 Tonnen im Jahr 2010 und zwischen 2.500 und 5.000 Tonnen in den folgenden Jahren der  Vertragslaufzeit zu beziehen, sofern Elkem Solar die Produktionskapazitäten weiter ausbaut. Die Gesamtmenge an Silizium, die im Rahmen des Vertrags geliefert wird, entspricht voraussichtlich einer Gesamtleistung der daraus produzierten Solarzellen von mehr als 10 GWp. Das bedeutet, dass angesichts der bereits heute vertraglich gesicherten Mengen an multikristallinem und metallurgischem Silizium die Q-Cells AG voraussichtlich bereits im Jahr 2010 genügend Material zur Verfügung haben wird, um mehr als 1 GWp an Solarzellen pro Jahr zu produzieren. Die Grundmenge entspricht  ca. 50 % der von Elkem Solar gegenwärtig geplanten Produktion (in der ersten Fabrik). Zusätzlich hat Q-Cells die Option auf bis zu 30 % des Produktionsvolumens jeder neuen Produktionsstätte,  die Elkem Solar während der Vertragslaufzeit errichtet. Die Preise für das Silizium basieren auf Marktpreisen. Die Preise für 2008 und 2009 sind festgelegt, und für die Jahre 2010 und 2011 ist der Preis zu 50 % festgelegt und zu 50 % variabel, abhängig vom jeweiligen Marktpreis. Ab 2012 bezahlt Q-Cells einen variablen Marktpreis, der jährlich ausgehandelt wird. 

Q-Cells und die gesamte Industrie erwarten ein starkes Marktwachstum. Dieser Vertrag ermöglicht es Q-Cells, seine starke Stellung im Photovoltaik-Markt auszubauen und sich hervorragend für den weiteren Wettbewerb zu positionieren. Darüber hinaus hat das Unternehmen erneut die Vorzüge seines Geschäftsmodells als nicht-integrierter Solarzellenproduzent unter Beweis gestellt. Als fokussiertes Unternehmen kann Q-Cells alle eigenen Forschungskapazitäten für die Weiterentwicklung der Zelltechnologie aufwenden, und auf neue technologische Entwicklungen in vor- oder nachgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette schnell reagieren. Der Q-Cells AG ist es möglich, neue, größere Produktionskapazitäten schnell aufzubauen und neue, große Mengen an Vorprodukten zu verarbeiten. Das macht das Unternehmen zu einem wichtigen Partner für innovative Wachstumsunternehmen wie Elkem Solar, REC und andere.

Gute Ergebnisse bei Einsatz von metallurgischem Silizium in der Produktion von Solarzellen 

In umfangreichen Tests in der Produktion von Ingots, Wafern und Solarzellen hat Q-Cells bestätigt, dass mit dem von Elkem Solar gelieferten Material,  das noch nicht im großen Maßstab industriell hergestellt wird, vergleichbare Wirkungsgrade und Erträge erreicht werden können wie mit hochreinem multikristallinem Silizium, für das ein deutlich aufwändigerer Herstellungsprozess nötig ist. Für die Herstellung von Siliziumwafern und Solarzellen muss das metallurgische Material vorerst noch mit hochreinem Silizium gemischt werden. Versuchsreihen haben gezeigt, dass das Material durch begrenzte Anpassungen bei Prozess und Produkt ohne Beimischung verwendet werden kann. Ziel ist es, das anfängliche Mischungsverhältnis von bis zu 50 % zu steigern, um mittelfristig Solarzellen aus 100 % metallurgischem Silizium herstellen zu können. Der Einsatz des metallurgischen Siliziums wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die heute noch bestehende Knappheit an Silizium dauerhaft zu überwinden und damit die Kosten der Photovoltaik deutlich zu senken. Q-Cells ist davon überzeugt, dass der heute bekannt gegebene langfristige Vertrag dem Unternehmen einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb verschafft. Mit diesem Vertrag hat sich  mit Elkem Solar der Produzent langfristig zu Lieferungen verpflichtet, der nach Auffassung von Q-Cells einen deutlichen Kosten-, Qualitäts- und Zeitvorsprung bei der Produktion metallurgischen Siliziums für die Solarzellenproduktion besitzt. 

Beteiligung an langfristigem Partner REC 

Im Zusammenhang mit dem Silizium-Vertrag wird die Q-Cells AG 17,9 % der Anteile (88.456.767 Aktien) an der REC Renewable Energy Corporation ASA mit Sitz in Høvik/Norwegen von Good Energies übernehmen. Zusätzlich zur Sicherung großer Mengen  an metallurgischem Silizium beteiligt sich die Q-Cells AG damit am weltweit größten Hersteller von multikristallinem Silizium sowie von Siliziumwafern für die Solarzellenproduktion und einem der führenden Photovoltaikunternehmen der Welt. REC ist ein langfristiger und strategisch wichtiger Partner seit Produktionsbeginn von Q-Cells und einer der bedeutendsten Lieferanten des Unternehmens. Die Beteiligung an REC ist ein deutliches Zeichen, dass die Q-Cells AG weiterhin von der großen Bedeutung der Siemens- und Flussbettreaktor-Technologie zur Siliziumherstellung für die Solarzellenproduktion überzeugt ist. Das Management von Q-Cells ist zutiefst von den Zukunftsaussichten von REC überzeugt.

Die Beteiligung wird die Beziehungen zwischen der Q-Cells AG und REC weiter stärken, die nicht nur langfristige Lieferverträge umfassen, sondern auch die gemeinsamen Unternehmen EverQ GmbH und CSG Solar AG. 

Hauptanteilseigner Good Energies erhöht Beteiligung an Q-Cells 

Im Zusammenhang mit diesem Anteilserwerb erhöht die Good Energies Investments B.V. ihre Beteiligung an Q-Cells. Im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung begibt Q-Cells 34.323.579 neue Aktien an Good Energies. Von diesen Aktien werden 3.753.595 als Stammaktien herausgegeben. Damit erreicht Good Energies einen Stimmrechtsanteil von 29,9 %. 

Die weiteren 30.569.984 Aktien sind Vorzugsaktien. Good Energies hat gegenüber Q-Cells zu erkennen gegeben, dass sie ihren Anteil an stimmberechtigten Aktien gegenwärtig nicht auf über 29,9% erhöhen möchte. Die Vorzugsaktien werden nicht an der Börse notiert, können anfänglich nicht an der Börse gehandelt werden und gewähren keine Stimmrechte. Die Eigner der Vorzugsaktien haben das Recht, diese im Rahmen eines relativ aufwändigen Börsenzulassungsverfahren zu einem Verhältnis von 1:1 in Stammaktien umzuwandeln und sie für den Börsenhandel registrieren zu lassen. Die Vorzugsaktien sind mit einem geringen Dividendenvorzug von 3 Euro-Cent je Aktie ausgestattet. Durch die Ausgabe der neuen Aktien erhöht sich das Grundkapital der Q-Cells AG auf 109.053.307 Mio. Euro. Good Energies hält nach Abschluss des Geschäfts 29,9 % des stimmberechtigten Kapitals sowie 49,55 % der Gesamtanteile.  

 

Durch die Erhöhung der Anteile an Q-Cells setzt Good Energies als einer der bedeutendsten langfristigen Investoren im Bereich der Photovoltaik ein klares Zeichen, dass sie großes Vertrauen in das Geschäftsmodell und die Zukunftsaussichten der Q-Cells AG setzt.

 

Die oben beschriebenen Transaktionen wurden als Aktientausch zu einem vereinbarten Tauschverhältnis durchgeführt. 

Sie treten in Kraft, sobald die Kapitalerhöhung im Handelsregister eingetragen ist. 

 

Vorläufiges Geschäftsergebnis für das Jahr 2006 

Nach den vorliegenden, vorläufigen Zahlen hat die Q-Cells AG im Jahr 2006 Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 253,1 MWp produziert. Das entspricht einer Steigerung um 53 % gegenüber dem Vorjahr. Entsprechend erhöhte sich der Umsatz um 80 % auf 539,5 Mio. Euro (2005: 299,4 Mio. Euro) bei einer Bestandserhöhung von 18,7 Mio. Euro. EBIT und Jahresüberschuss wuchsen überproportional um 104 bzw. 120 % auf 129,1 Mio. Euro und 87,7 Mio. Euro (Vorjahr: 63,2 Mio. Euro bzw. 39,9 Mio. Euro). Zusätzlich verbuchte Q-Cells einen einmaligen außerordentlichen Ergebnisbeitrag aus der erstmaligen Bilanzierung der EverQ-Anteile in Höhe eines einstelligen Millionenbetrags.

 

Erwartungen für 2007 

Zu Beginn des Jahres 2007 entwickeln sich die Verkäufe in den wichtigen Märkten Deutschland und Spanien weiterhin günstig. Die Q-Cells AG erwartet, dass dieser positive Trend sich im weiteren Verlauf des Jahres 2007 fortsetzen wird. Q-Cells prognostiziert ein Wachstum des Umsatzes und des Jahresüberschusses im Kerngeschäft von ca. 30 % für das Jahr 2007. Zusätzlich erwartet das Unternehmen einen außerordentlichen, einmaligen Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf von Silizium an die EverQ GmbH. Q-Cells rechnet damit, dass die Tochtergesellschaften, die die Produktion zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr 2007 aufnehmen werden, erste Umsätze aus der Testproduktion erwirtschaften. Die Anlaufaufwendungen für die neuen Fabriken der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie das einmalige Ergebnis aus Siliziumverkäufen werden voraussichtlich zu saldierten Aufwendungen von ca. 10 Mio. Euro führen. 

 

Ziele für 2008 

Für das Jahr 2008 setzt sich die Q-Cells AG zum Ziel, einen Umsatz von ca. 1 Mrd. Euro und eine Umsatzrendite von 13 % zu erreichen.

 

Das Jahr 2009 

Aufgrund des neuen Vertrags über die Lieferung von metallurgischem Silizium erwartet die Q-Cells AG ein zusätzliches starkes Wachstum des Produktionsvolumens im Jahr 2009. Bezüglich des Umsatzes liegt das Ziel für das Jahr bei einem Wachstum von ca. 40 %.