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20.08.2008 00:00

Q-Cells AG eröffnet Reiner-Lemoine-Forschungszentrum

  • Bundesumweltminister Gabriel weiht einzigartige Einrichtung der Industrie-Forschung ein
  • Neue Generationen von Solarzellen sollen entwickelt werden


Bitterfeld-Wolfen, 20. August 2008 – Im Beisein von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und des sachsen-anhaltischen Wirtschaftsministers Dr. Reiner Haseloff hat die Q-Cells AG am heutigen Mittwoch, den 20. August 2008, das „Reiner-Lemoine-Forschungszentrum“ in Bitterfeld-Wolfen, Ortsteil Thalheim, feierlich eröffnet.In dem nach dem Firmengründer und langjährigen Technologievorstand Reiner Lemoine benannten Zentrum wird das führende Photovoltaik-Technologieunternehmen seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bündeln. Herzstück des Zentrums, in das die Q-Cells AG fast 50 Mio. Euro investiert hat, ist eine variable Produktionslinie. Durch diese Linie, in der unter Reinraumbedingungen produziert werden kann, werden neue Zellkonzepte und Prozesse vom Labor- auf Industriestandard gebracht, um sie dann in der Massenproduktion sowohl in existierenden Linien, als auch in neuen Linien anwenden zu können. Übergeordnetes Ziel ist es dabei grundsätzlich, die Produktionskosten zu senken und den Wirkungsgrad der Zellen zu erhöhen, um die Stromerzeugung durch Photovoltaik wettbewerbsfähig zu machen. Im Frühjahr wurden die ersten Zellen in der Pilotlinie produziert, im Sommer bereits das Wirkungsgradpotenzial der Standardzelle mit einem neuen Zellkonzept übertroffen und im vierten Quartal wird die Pilotlinie in den 4-Schicht Betrieb übergehen. Neben der Forschungslinie stehen den 250 Wissenschattlern und Ingenieuren der Q-Cells AG mehrere Chemie- und Messlabore sowie ein Modulcenter zur Verfügung, die für das Kerngeschäft wie auch die Dünnschicht-Unternehmen der Q-Cells-Gruppe tätig sein werden. 

„Die Eröffnung des Forschungszentrums ist ein weiterer Meilenstein für Q-Cells“, so Technologievorstand Dr. Florian Holzapfel anlässlich der Einweihung. „Denn Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg der Photovoltaik. Nur Unternehmen, die Forschung und Entwicklung in den Mittelpunkt stellen, werden Erfolg haben.“

Das Reiner-Lemoine-Forschungszentrum ist ein wichtiger Baustein des in Mitteldeutschland entstehenden Zentrums der Photovoltaik-Branche. Die Q-Cells AG arbeitet bereits eng mit Instituten wie dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) bzw. dem Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) in Halle zusammen und hat an der Universität Halle-Wittenberg und der Hochschule Anhalt eine Stiftungsprofessur bzw. einen Studiengang eingerichtet. Gemeinsam mit 12 Forschungseinrichtungen und mehr als 20 Unternehmen steht Q-Cells auch hinter dem Forschungsantrag „Solarvalley Mitteldeutschland“ im Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Zur Person Reiner Lemoine: Der Berliner Reiner Lemoine (1949-2006) war einer der Gründer der Q-Cells AG und bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden im Oktober 2006 Technologievorstand des Unternehmens. Reiner Lemoine engagierte sich bereits während seines Studiums der Luft- und Raumfahrttechnik an der TU Berlin für die Erneuerbaren Energien und gründete gemeinsam mit Kommilitonen sein erstes Unternehmen, ein Ingenieurbüro, das sich bis heute der Forschung und Entwicklung im Bereich regenerativer Energietechniken widmet. Später gehörte Reiner Lemoine zu den Gründern der Berliner Solon AG, heute einer der führenden europäischen Hersteller von Solarmodulen und solarer Systemtechnik. Im Jahr 1999 verließ er Solon, um gemeinsam mit zwei Physikern die Q-Cells AG zu gründen. Ohne Visionäre wie Reiner Lemoine gäbe es die Photovoltaik-Branche nicht. Sein Plan war immer klar: die kleine Photovoltaik-Industrie wettbewerbsfähig und Solarenergie zu einer der Hauptenergiequellen zu machen. Das ist und bleibt die Aufgabe von Q-Cells, und daher wird das Forschungszentrum des Unternehmens seinen Namen tragen.