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13.08.2008 00:00

Q-Cells AG veröffentlicht Bericht zum 30. Juni 2008

  • Umsatz +65 % sowie EBIT +47 %
  • Weitere Rohstoffabsicherung als Grundlage für beschleunigten Ausbau der Fabrik in Malaysia
  • Erweiterung der Dünnschichtkapazitäten bei Sontor und Solibro
  • Prognose für 2008 und Folgejahre angehoben
  • Vereinbarung mit SunEdison für nordamerikanischen PV-Markt


 

Bitterfeld-Wolfen, 13. August 2008 - Die Q-Cells AG (QCE; WKN 555866) hat den Bericht zum 30. Juni 2008 vorgelegt. Die Produktion stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres 2008 um 65 % auf 263,5 Megawattpeak (MWp) (H1 2007: 159,8 MWp). Im zweiten Quartal 2008 konnte das Unternehmen damit mit einem Produktionsvolumen von 146,5 MWp ein Wachstum von 25 % gegenüber dem Vorquartal erreichen. 

Der Umsatz für das erste Halbjahr erhöhte sich ebenfalls um 65 % auf 579,5 Mio. Euro (H1 2007: 350,4 Mio. Euro). Für das zweite Quartal bedeutet dies einen Umsatzzuwachs von 15 % gegenüber dem ersten Quartal 2008. Zusätzlich zur Umsatzsteigerung hat Q-Cells im  abgeschlossenen Quartal eine Bestandserhöhung von 17,4 Mio. Euro (Q1: Bestandsabbau von 5,2 Mio. Euro) ausgewiesen, die das operative Ergebnis der Gesellschaft beeinflusst hat. Diese Bestandserhöhung stand im Zusammenhang mit laufenden Projekten der im vergangenen Jahr gegründeten Tochtergesellschaft Q-Cells International GmbH, die bis zum Ende des Jahres realisiert werden.  

Ohne Berücksichtigung der Anlaufkosten aus den neuen Technologien hat die Q-Cells AG im ersten Halbjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern  (EBIT) von 129,9 Mio.  Euro erzielt. Unter Berücksichtigung dieser im zweiten Quartal gestiegenen Anlaufkosten belief sich das EBIT für die Gruppe auf 119,1 Mio. Euro (Steigerung um 47 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Das EBIT im zweiten Quartal betrug somit 66,1 Mio. Euro im Kerngeschäft bzw. 60,2 Mio. Euro für den Konzern unter Berücksichtigung der Anlaufkosten. Bereinigt um die Effekte aus der Bestandsveränderung (die Bestände sind zu geringen direkten Kosten bewertet) beläuft sich das EBIT im Kerngeschäft im zweiten Quartal auf ca. 73 Mio. Euro bzw. auf ca. 67 Mio. Euro für das Gesamtunternehmen. Die bereinigte EBIT-Marge für das Kerngeschäft betrug in den beiden  ersten Quartalen des Jahres 2008 damit jeweils etwa 23 %, für das Gesamtunternehmen in beiden Quartalen je rd. 21 %. 

Der Periodenüberschuss für das erste Halbjahr (nach Minderheitenanteilen) belief sich ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Beteiligung an der REC Renewable Energy Corporation ASA auf 74,7 Mio. Euro (H1 2007: 47,6 Mio. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 57 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aufgrund der Beendigung der Put-Options-Vereinbarung mit der Orkla ASA wurden die Put-Optionen für die REC-Aktien, wie bereits zu den Q1-Zahlen vermeldet, in voller Höhe von 18,1 Mio. Euro im zweiten Quartal abgeschrieben. Für das erste Halbjahr ergibt sich daher (nach der Aufwertung im ersten Quartal 2008 in Höhe von 16,1 Mio. Euro) ein negativer Ergebnisbeitrag von 2 Mio. Euro. Einschließlich des anteiligen Ergebnisses der REC (9,4 Mio. Euro) und dieser Abschreibung beläuft sich der Periodenüberschuss im Halbjahr auf 82,1 Mio. Euro (im Vorjahr 77,3 Mio. Euro).  

Trotz eines geringeren Anteils der Verkäufe nach Spanien im zweiten Quartal konnte Q-Cells die Exportquote im ersten Halbjahr 2008 sowohl gegenüber dem Vorjahreszeitraum (57,6%) als auch gegenüber dem ersten Quartal (69,2 %) auf 70,3 % weiter steigern. Die höchsten Wachstumsraten im Vergleich zum Vorquartal erreichte das Unternehmen in Indien sowie im nordamerikanischen Raum.  

Weiterer Kapazitätsausbau im Kerngeschäft sowie bei Dünnschichttechnologien 

Nach Abschluss des Liefervertrags mit der kanadischen Bécancour Silicon Inc. (BSI) über die weitere Lieferung von Solarsilizium für die Jahre 2010 bis 2013 in Höhe von 6.000 Tonnen jährlich soll der Produktionsstandort in Malaysia bis zum Ende des Jahres 2009 auf insgesamt 520 MWp Produktionskapazität ausgebaut werden. Am Standort Bitterfeld-Wolfen soll bis Mitte des Jahres 2009 eine Produktionskapazität von 800 MWp erreicht werden. Insgesamt wird Q-Cells dann im Kerngeschäft Ende 2009 über eine Produktionskapazität von 1.320 MWp verfügen.  

Auch die 67,5%ige Beteiligung Solibro, die Mitte April mit der Produktion der ersten Testmodule auf Basis einer so gen. CIGS-Dünnschicht-Technologie am Standort Bitterfeld-Wolfen begonnen hat, wird ihre Produktionskapazitäten deutlich erweitern. Im Jahr 2009 wird Solibro die Kapazität am Standort in Bitterfeld-Wolfen von 30 MWp auf 45 MWp erhöhen. Zusätzlich wird Solibro eine Fertigung mit einer Produktionskapazität von 90 MWp errichten. Der Baubeginn ist für Ende des Jahres 2008 vorgesehen. Die Ramp-up-Phase wird im vierten Quartal 2009 beginnen.  Unsere 100%ige Tochtergesellschaft Sontor wird bis zum Ende des laufenden Jahres den Ramp-up der Fertigung am Standort Bitterfeld-Wolfen mit  einer Kapazität von 25 MWp abgeschlossen haben. Aufgrund der positiven Ergebnisse der Pilotfertigung wird der nächste Erweiterungsschritt mit einer Produktionskapazität von 120 MWp doppelt so groß ausfallen wie bislang geplant. Der Baubeginn wird ebenfalls im letzten Quartal des Jahres 2008 erfolgen. Der Produktionsstart ist für das vierte Quartal 2009 vorgesehen, und die volle Fertigungskapazität soll Mitte 2010 erreicht werden. 

Ausblick für das Gesamtjahr und die Folgejahre 

Auf Basis der für das laufende Jahr abgesicherten Rohstoffmengen rechnet die Q-Cells AG für das Jahr 2008 nunmehr mit einem Produktionsvolumen im Kerngeschäft von 585 MWp (bislang 570 MWp). Im Bereich der neuen Technologien rechnet das Unternehmen aufgrund des verzögerten Anlaufens der Produktion, insbesondere bei der Calyxo GmbH, mit einem Gesamtproduktionsvolumen aller Dünnschichtbeteiligungen von 10 bis 20 MWp im laufenden Jahr (bisher 25 bis 50 MWp). Aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung hebt der Konzern die Umsatzprognose für das laufende Jahr auf ca. 1,325 Mrd. Euro an (bisher 1,275 Mrd. Euro). Bei einer EBIT-Marge von weiterhin rd. 20 % erwartet die Q-Cells AG ein operatives Ergebnis von ca. 260 Mio.  Euro (vorher 252 Mio. Euro). Vor Berücksichtigung des REC-Ergebnisbeitrages strebt das Unternehmen weiterhin ein Jahresergebnis von ca. 177 Mio. Euro an. Inklusive des anteiligen Ergebnisses der REC soll sich der Jahresüberschuss auf etwa 200 Mio. Euro belaufen. 

Für das Jahr 2009 strebt die Q-Cells AG ein Produktionsvolumen im Konzern von mehr als 1 GWp an. Dies entspricht einem Wachstum gegenüber dem laufenden Jahr von ca. 70 %. Die Umsatzprognose für das Jahr 2009 wird ebenfalls deutlich auf ca. 2,25 Mrd. Euro angehoben (bislang > 2 Mrd. Euro). 

Im Jahr 2010 erwartet das Unternehmen ein nochmals beschleunigtes Wachstum gegenüber dem Jahr 2009. Die Q-Cells AG strebt ein Gesamtproduktionsvolumen von ca. 2,5 GWp an. Hiervon entfallen auf das Kerngeschäft mehr als 2 GWp (bislang >1,5 GWp). Für die Dünnschichttechnologien beträgt das Produktionsziel aller Beteiligungen in diesem Bereich mehr als 400 MWp. 

Vereinbarung zwischen Q-Cells und SunEdison für den nordamerikanischen Photovoltaik-Markt 

Q-Cells International USA Corp., eine in Kalifornien ansässige hundertprozentige Tochtergesellschaft der Q-Cells International GmbH und Sun Edison LLC, der größte nordamerikanische Anbieter von Solarenergie-Dienstleistungen,  wollen gemeinsam Photovoltaik-Großprojekte sowie Finanzierungskonzepte für den nordamerikanischen Markt vorantreiben. Q-Cells International USA und SunEdison haben eine Vereinbarung abgeschlossen, die die gemeinsame Entwicklung, Realisierung und den Betrieb von PV-Projekten in den USA vorsieht. Q-Cells International wird zu diesem Zweck Solarmodule mit einer Gesamtleistung von bis zu 800 MWp im Zeitraum Ende 2008 bis 2013 liefern. 

Der Halbjahresbericht und eine aktuelle Unternehmenspräsentation stehen auf den Internetseiten der Q-Cells AG (www.q-cells.de) im Investor Relations-Bereich zum Download bereit.