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22.05.2008 00:00

Solare Zukunft für Äthiopien

  • Stiftung Solarenergie und Q-Cells AG präsentieren Arbeit der „International Solar Energy School“ der Öffentlichkeit
  • Deutsche Ausbilder von Konzept überzeugt
  • Bundesregierung sieht vorbildliche Initiative


Bitterfeld-Wolfen/Berlin, 22. Mai 2008 – Im Herbst 2007 öffnete die „International Solar Energy School“ (ISES) im äthiopischen Rema ihre Tore. Die von der deutschen Stiftung Solarenergie gegründete und getragene Schule bildet in Äthiopien Solartechniker aus, um so die Basis zu legen für den Ausbau einer nachhaltigen Stromversorgung in dem afrikanischen Land. Die ISES ergänzt die bereits seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführten „Licht für Bildung“-Programme der Stiftung zur ländlichen Elektrifizierung in der äthiopischen Provinz Mida.

Auf einer Pressekonferenz in Berlin am Mittwoch, den 21.Mai, haben die Stiftung und die QCells AG als Schirmherrin der Schule im Beisein von Seiner Exzellenz Kassahun Ayele, Botschafter der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien, die Arbeit der Schule vorgestellt. Ziel der Ausbildung ist es, den angehenden Fachkräften zu ermöglichen, ihr eigenes kleines Solargeschäft in einer ländlichen Umgebung zu eröffnen. Daher werden sie neben der Technik auch in Unternehmensführung ausbildet. Das Konzept der Schule ist so angelegt, dass deutsche Dozenten den technischen Bereich der Ausbildung leiten und äthiopische Dozenten für die betriebswirtschaftliche Ausbildung zuständig sind.

Seit Dezember 2007 werden äthiopische Elektrotechniker in dreimonatigen Kursen zum „Rural Solar Energy Manager“ fortgebildet, und das mit Erfolg, wie Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie, auf der Pressekonferenz feststellte. „Die ersten 24 ausgebildeten Solartechniker werden nun in verschiedenen Regionen Äthiopiens mit dem selbständigen Verkauf von Solaranlagen beginnen“, so Schützeichel. „wir sind zuversichtlich, dass die Schule auch in Zukunft ihren Beitrag dazu leistet, dass Äthiopien eine zuverlässige und zukunftsfähige Energieversorgung bekommt, die im Land selbst für wirtschaftliche Entwicklung sorgt.“ 

Überzeugt von dem Konzept zeigten sich auch die Mitarbeiter der Q-Cells AG, die an der Schule selbst oder im Rahmen eines „Train the Trainer“-Kurses an der Universität von Addis Abeba bereits Unterricht gegeben haben. „Die Herangehensweise der Stiftung ist genau richtig“, so Dr. Jochen Frenck, Abteilungsleiter aus dem Bereich Technologie. „Es geht nicht darum, den Leuten Solaranlagen zu schenken und sie dann damit allein zu lassen, sondern eine tragfähige Struktur aufzubauen. Wir haben schon das Gefühl, dazu beigetragen zu haben und möchten das gerne auch in Zukunft tun.“ Und Dr. Christina Peters aus der Abteilung Forschung & Entwicklung ergänzt: „Natürlich gibt es noch viel zu tun in der Schule. Aber durch das Engagement der Stiftungs-Mitarbeiter kann sehr viel bewegt werden.“ Daher sind sich die Technologen auch einig, dass die Unterstützung durch Q-Cells eine gute Investition ist. „Das ist sehr sinnvoll“, so Markus Träger, Experte für Solarmodule der Q-Cells AG. „Denn die Arbeit hier zeigt zum einen, was die Solarenergie gerade in ärmeren Ländern leisten kann. Und es geht ja auch um die Märkte von übermorgen.“ Angesichts der guten Erfahrungen ihrer Mitarbeiter plant die Q-Cells AG, die Schule auch weiterhin finanziell und durch den Einsatz ihrer Mitarbeiter zu unterstützen.