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07.07.2010 00:00

Solarstromanteil soll weiter erhöht werden

  • Bundesumweltminister Röttgen und Wirtschaftsminister Haseloff im Solar Valley


 

Bitterfeld-Wolfen, 7. Juli 2010 - „Sachsen-Anhalt ist einer der weltweit führenden Premium-Standorte zur Produktion von Solaranlagen. Die Landesregierung hat die Rahmenbedingungen für einen leistungsstarken Solarstandort kontinuierlich verbessert. So haben wir seit 2007 knapp 10 Millionen Euro und damit ein Achtel aller Mittel für unternehmensbezogene FuE-Projekte in die Solarzellenforschung investiert. Aktuell fördern wir mit dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP an den Standorten Halle und Schkopau den Aufbau eines erstklassigen Forschungszentrums zur Unterstützung der einheimischen Photovoltaik- Unternehmen. Rund 60 Millionen von Land, Bund und EU werden hier investiert, um die komplette Wertschöpfungskette zur Herstellung von dünnen Silizium- Solarzellen durch gezielte Forschung und Entwicklung zu verbessern. Ich begrüße es, dass die Branche mit dem im Vermittlungsausschuss erzielten Kompromiss in der Solarförderung jetzt Planungssicherheit hat und wünsche ihr, dass sie sich auf den weiteren Ausbau ihrer Technologieführerschaft konzentrieren kann. Ein erfreulicher erster Indikator für einen neuen positiven Trend sind die wieder angezogenen Börsenkurse für die Solarindustrie.“

Mit diesen Worten hat heute Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen den Solarstandort Sachsen-Anhalt vorgestellt. Röttgen war auf Einladung von Haseloff ins Solar Valley Thalheim gekommen und sprach dort mit den Vorstandsmitgliedern der Q-Cells SE, Gerhard Rauter und Hans-Gerd Füchtenkort, sowie den Chefs des Aufsichtsrats und Vorstands der Sovello AG, Dr. Helmut Vorndran und Dr. Ted Scheidegger.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen sagte: „Die Solarindustrie hat in den vergangenen Jahren – vor allem auch durch staatliche Förderung – enorme Wachstumsraten eingefahren. Die Korrektur der Vergütungen für Solarstrom wurde notwendig, da allein im letzten Jahr die Marktpreise um rund 30 Prozent gesunken sind. Deshalb werden nun die Vergütungssätze gesenkt. Wir nehmen damit die notwendigen Änderungen vor, um die Vergütung auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren, die Kosten für die Stromverbraucher zu begrenzen und trotzdem den Anteil des Solarstroms weiter zu erhöhen." 

Gerhard Rauter, im Vorstand von Q-Cells SE verantwortlich für den Bereich Operations & Technology, unterstrich: „Unser Vorsprung im Wettbewerb basiert auf unserem Know-how. Deswegen setzt die Bundesregierung mit der Innovationsallianz ,Photovoltaik’ an einer richtigen Stelle an. Jeder Cent, der hier investiert wird, ist eine gute Anlage für die Zukunft.“ 

Dr. Ted Scheidegger, CEO der Sovello AG, betonte: „In den letzten Jahren ist mit dem Solar Valley ein führender High-Tech-Standort für Photovoltaik entstanden. Weitere Investitionen erfordern, dass wir als Industrie auf verlässliche Rahmenbedingungen zählen können. Mit der kürzlich erzielten Einigung zu denVergütungen für Solarstrom wurde hier Klarheit geschaffen – ein wichtiges Signal für die Branche.“ 

Zum Hintergrund: 

Seit 2000 wurden in Sachsen-Anhalt insgesamt 17 Investitionsvorhaben der Solarindustrie mit rund 133,4 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Dadurch wurden Investitionen von 1,03 Milliarden Euro angeschoben sowie mehr als 2.700 neue Arbeitsplätze geschaffen. 

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Bildunterschrift:
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister
Dr. Reiner Haseloff zu Besuch im Solarunternehmen Q-Cells bei Bitterfeld-Wolfen.