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04.02.2010 00:00

Protestwelle gegen Kahlschlag bei der Solarförderung


Bitterfeld-Wolfen, 4. Februar 2010 - Rund 600 Mitarbeiter der Solarunternehmen Q-Cells, Solibro, Sovello, Calyxo und CSG Solar im Solar Valley Thalheim (Sachsen-Anhalt) haben sich am Donnerstag an den bundesweiten Aktionen gegen die geplanten Kürzungen der Solarstromförderung beteiligt. Unter dem Motto „Wer die Solarenergie beschneidet, beschneidet unsere Zukunft" protestierten die Beschäftigten gegen die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), die Einspeisevergütung für Solarstrom zusätzlich zu der turnusgemäßen Reduzierung zu Jahresbeginn im April 2010 noch einmal deutlich abzusenken und damit tausende Arbeitsplätze in der deutschen Photovoltaik-Industrie zu gefährden.

„Die Politik sollte nicht den Fehler begehen, eine führende deutsche,  weltweit strategische Zukunftsbranche zu schädigen: Die drohenden Kürzungen hätten eine Pleitewelle in Deutschland und eine Verlagerung der Photovoltaik-Industrie nach Asien zur Folge“, machte Anton Milner, CEO von Q-Cells SE, deutlich. „Über 70 Prozent der Verbraucher sind bereit, eine Umlage zu tragen, damit der Anteil des Solarstroms in Deutschland gesteigert wird. Hingegen würden die geplanten Kürzungen nur dazu führen, dass die Preise für grünen und grauen Haushaltsstrom ein Jahr früher angeglichen werden, als derzeit absehbar ist. Ich bezweifle, dass dieser geringe Vorzug den großen Schaden aufwiegen würde.“ 

Als Vertreter der lokalen Politik bekräftigten Uwe Schulze, Landrat des Kreises Anhalt-Bitterfeld, und Petra Wust, Bürgermeisterin der Stadt Bitterfeld-Wolfen, die Bedeutung der Solarfirmen für die Beschäftigung in der Region. Auch MdB Ulrich  Petzold (CDU) brachte sein Verständnis für die Mitarbeiter am Standort Thalheim zum Ausdruck: „Ich habe erlebt, was mit dieser Region 1990 passiert ist und ich will es nicht noch einmal erleben. Der 1. April ist als Termin für die Kürzung schon vom Tisch. Derzeit wird beraten, wann die Änderung des EEG in Kraft treten kann.“  

„Wir fordern die Entscheidungsträger auf Landes- und Bundesebene dazu auf, die Förderung für Solarstrom mit Augenmaß zu kürzen“, sagte Uwe Schmorl, Betriebsratsvorsitzender der Q-Cells SE, stellvertretend für die  Arbeitnehmervertretungen der Firmen im Solar Valley Thalheim. „Wir haben hier am Standort Thalheim in den letzten Jahren erfolgreich eine neue forschungsintensive Industrie „Wir fordern die Entscheidungsträger auf Landes- und Bundesebene dazu auf, die Förderung für Solarstrom mit Augenmaß zu kürzen“, sagte Uwe Schmorl, Betriebsratsvorsitzender der Q-Cells SE, stellvertretend für die  Arbeitnehmervertretungen der Firmen im Solar Valley Thalheim. „Wir haben hier am Standort Thalheim in den letzten Jahren erfolgreich eine neue forschungsintensive Industrie In einer bundesweiten Aktion protestierten heute über 35 Solar-Unternehmen, die insgesamt rund 20.000 Menschen in Deutschland beschäftigen, gegen die radikalen Kürzungspläne von Bundesumweltminister Norbert  Röttgen (CDU). Mit symbolischen Werkschließungen und anderen Aktionen an über einem Dutzend Solar-Standorten warnten sie vor einem massiven Stellenabbau und drohenden Firmenpleiten.